Der Zwiebelflüsterer

Schälen, oder geschält werden


Zwei Hände voll

Eben zurück vom 10 jährigen Jubiläumsgig der trashigen Band Perzonal War … und mir trönnen noch immer die Ohren.

Es war ein schöner, lauter Abend. Ich traf Leute die ich nicht erwartet habe und Leute die ich erwartete. Schön schön. Naja, bis auf den ersten Gig von den Erdferkeln .. eeeh, Aardvarks, wo wohl (oder hoffentlich) das Mischpult etwas zu fein eingestellt wurde. Es trönnte jedenfalls sehr in den Ohren. Auch wenn ich die Band heute das erste mal live gesehen habe muss ich sagen, das der Stil nett aber gewöhnungsbedürftig ist. Zumindest der Anfang war dürftig.War das Intro noch nett anzuhören, nervte es nach den ersten, fast durchgehend gleichen Sound, doch etwas. Bei den nächsten 2 oder 3 Songs erinner ich mich nur noch an das grinsen des Liedsängers. Ich bin mir nicht sicher wie ich das deuten soll :) . Egal, die abschliessenden 20 Minuten waren wiederum sehr geil. Die Jungs haben ein paar Songs genommen, die gut reinhauten und brachten auch noch eine unterhaltsame kleine Show auf.

Anschliessend gab es eine Runde Delirious bevor Perzonal War kamen. Beide Bands kannte ich bis dato gar nicht. Beide Bands kenn ich aber jetzt gut genug um weitere Konzerte von denen zu besuchen ;) .

Published by Thomas, on Oktober 14th, 2006 at 12:36 am. Filled under: lauter Krach,work-life-balance Tags: , , , , , No Comments

Brainslaughter #2

Brainslaughter vs. Privileg. Vukgärer Krach vs. Freibier. So könnte man den gestrigen Abend vielleicht grob beschreiben. Und wer auch immer gestern den Abend im Privileg verbrachte, verpasste einen extrem geilen Metalabend in Ehrenfeld.

Der erste Gig kam von Ravage. Dummerweise erinnere ich mich nur noch daran, das sie sehr geil waren. Musikalisch, sowie in der Performance. Warum genau, ist mir entfallen. Vielleicht liegt es noch an der Müdigkeit, oder die letzten beiden Gigs des Abends haben alles andere relevante aus meinem Hirn gelöscht.

Anschliessend kam schon der erste krasse Wechsel im Stil auf die Bühne: Mindcrime. Diese brachten kein tiefergelegtes Grunzen, sprich Death Metal, mit auf die Bühne sondern gerissene Saiten und feinen Speed Metal. Nach leichten, wiedermal techn. Schwierigkeiten, bereiteten sie das Publikum noch ein Stück weiter auf die Kirsche des abendlichen Sahnehaufens vor.

Motorjesus. Die Sahne des Abends. Mir bekannt nur durch ein etwas älteres Shirt mit der Aufschrift “Shitheadz”, bereitete ich mich geistig auf weiteren, eintönigen Death Metal vor. Ich lag falsch. Und war nach den ersten Minuten extrem begeistert. Rock? Hard Rock? Trash Metal? Irgendsowas war das. Muss ich mal nachsehen. Ebenso begeistert war das Publikum, was augenscheinlich wesentlich mehr war als zu den besten Zeiten einen Abend zuvor. All die ungewaschenen Langhaardackel, die die ganze Zeit über draußen standen, füllten den Raum aus. Motorjesus rockte die Halle. Ingesamt ein sehr geiler Auftritt.

Das Finale des Festivals war auch letztlich, meiner Meinung nach, die Kirsche auf dem Sahnehaufen: Guerrilla. Ich werde ja jetzt schon seit Monaten ständig gefragt, ob ich nichtmal zu einem Auftritt von denen gehen wolle. Und jetzt muss ich sagen: leider, leider hab ich das zuvor nicht getan. Überschattet von einem traurigen Ereigniss, der Trennung von Frontmann und Gitarrist, brachten die 5 Jungs eine gut 1 1/2 stündige Performance auf die Bühne, die das Blut kochen lies und die Hormone zu Gangbangs animierte. Ich hatte mir zuvor ein paar Rezis in einschlägigen Metal-Szene-Foren und -Seiten durchgelesen, bei denen das prollige Verhalten teils angeprangert, teils verherrlicht wurde. Ich fand es geil und zum Stil der Band passend. Damit nicht genug machte die Band ihren letzten, gemeinsamen Auftritt in dieser Besetzung zu einem Highlight. Zu einem Best of des Festivals: es wurden abwechselnd Stefan Horn von Jack Slater, die komplette Besetzung von Monastary, ein weiterer Ex-Sänger von Guerrilla sowie Ömer Hamazaoglu von Aardvarks auf die Bühne gezerrt und sexuell belästigt. Horn brachte hier sogar für mich einen besseren Auftritt mit, als am Abend zuvor mit seiner eigenen Band.
Ich gelobe hiermit feierlich bei jedem Auftritt der Band dabei zu sein. Ehrlich! Ausser es kommt was dazwischen.

Und nächstes Jahr hat es dieses Festival auch wieder zu geben, sonst geh ich in den Musikantenstadl!

Published by Thomas, on Oktober 1st, 2006 at 10:59 am. Filled under: lauter Krach,work-life-balance1 Comment