Der Zwiebelflüsterer

Schälen, oder geschält werden


hmmm

Das mag vielleicht damit zu tun haben, das die “bürgerliche” Schicht mehr damit zu tun haben, den Unterhalt der liberalen / linken / studentischen oder weiß Gott wer noch-Gesellschaft durch tägliche, harte Arbeit zu bezahlen, anstatt die Zeit zum bloggen zu verwenden.

Vielleicht. Vielleicht gehört diese Schicht aber auch eher zu der bodenständigen, realitätsliebenden Bereich die unsere schöne, reale Welt der virtuellen vorziehen.

Wer weiß.

=)

Published by Thomas, on Mai 27th, 2008 at 10:12 pm. Filled under: work-life-balanceNo Comments

uarrr.org - Marcel

Das ist Marcel.

Marcel ist ein angehender Pixelschupser in der Hansestadt Hamburg. Seine naturgemässe devote Persönlichkeit sucht deswegen dort recht kurzfristig ein Wohnklo (1-Raum-Wohnung) oder eine Anstellung als Hausfreund (WG).

Sollte also ein Leser aus Hamburg hier in nächster Zeit vorbeischaun (was ich nicht glaube), und vielleicht sogar auch noch einen Wohn-Tipp haben sollte (was ich ganz und gar nicht glaube), soll er sich doch bitte hier direkt an Marcel wenden.

Vielleicht, und da muss schon viel Glück mit im Spiel sein, findet sich ja eine nette Dame aus der Gegend um/in St. Pauli, wo Marcel arbeiten wird, die ihn bei sich unterbringt. Zum Selbstkostenpreis natürlich ;) .

Published by Thomas, on Mai 25th, 2008 at 11:24 am. Filled under: Schlagzeilen Tags: No Comments

Speaking of …

Nun, wenn ich heut schon über Webtechnologien und deren Entwickler (mich eingeschlossen) herziehe, dann bitte auch komplett. Wozu ist es denn sonst nütze sich auszukotzen, wenn nicht jedes einzelne Bröckchen mit heraus kommt.

Zunächst nochmal zu PHP. Ich war letzte Woche (oder die Wiche davor?) in Berlin. Auf dem Rückweg wollt ich noch ein wenig an meinem Lieblings-SEO-Projekt bankcodes.info arbeiten. Einfacher gewollt als getan. Im ICE hatte ich, von allen guten Geistern wohl verlassen, weder einen WLAN Access Point noch eine funktionierende UMTS-Verbindung auftreiben können.

Hm, schonmal versucht PHP ohne Zugang zum Internet zu schreiben?

Ich sollte annehmen das ich nach knapp 8 Jahren einen Großteil der täglich genutzten Funktionalitäten drauf hätte. Pustekuchen. Es haderte schon am simplen einlesen von Dateien. Das gesuchte Stichwort war letztlich: “file_get_contents”. Ich habe gut ein halbes dutzend Versionen durchgenommen, aber darauf kam ich um’s verrecken nicht. Eine lokale Referenz gibt es bei PHP nicht. Und somit war ich aufgeschmissen.

Vielleicht war mein Hirn auch von den 2 Becks und den Burger King Rippchen verknottet. Aber es war schon deprimierend.

Auf alle Fälle deprimierendender als mein heutiges Deployment von diesem eben genannten Projekt.

Wie auch immer. Es ist immer eine Freude bei Domainfactory einen leicht größeren Datenbank-Dump einzuspielen. Schlimm genug das dies über einen PHPMyAdmin (max. 8 MB Dateien!) geschehen muss. Nein, der Skripttimeout und die lahmen Ressourcen machen das unmögliche nicht möglich.

Also habe ich heute gut 2 Stunden damit verbracht, mehrmals einen Dump ein zu spielen (es gab zwischenzeitlich Änderungen daran), indem ich diesen Zeile für Zeile in den PHPMyAdmin-SQL-Bereich kopiert habe.

*ACK*!

Apropo bankcodes.info. Beim erstellen dieses Projektes hat es mich gefreut zu sehen, das nicht nur mit Hype-Sprachen wie Rails vernünftige Webanwendungen schnell und sauber erzeugt werden können. Das Teil stand mit Hilfe von CakePHP (1.2 beta) nach 8 Stunden fast final. Inkl. flexibler Suche, Suchergebnisseiten, Detailseiten und einen Datenimporter auf Konsolenebene.
Einzigst die feisten, kleinen Features haben mich jetzt sicher wieder 2 Tage gekostet *g*.

(und werden mich noch viel, viel Zeit kosten)

Published by Thomas, on Mai 24th, 2008 at 8:19 pm. Filled under: CakePHP,webware,Zwiebelschmiede Tags: , , , , No Comments

Selbstverliebtheit

Vor einigen Tagen hab ich einen Artikel bei entwickler.de (original hier) gelesen, bei dem es darum ging wie “berechenbarer” doch diese Programmiersprache .. entschuldigt, Skriptsprache PHP doch ist. Autor war ein ein Mitarbeiter von Zend Technologies (eines der Unternehmen, das PHP am meisten fördert).

Da es morgens war als ich diesen Artikel las und mein erster Kaffee am Tag auch direkt die Motivationshemschwelle zum keifen gesenkt hat, wollte ich eigentlich direkt ein paar Worte dazu schreiben. Weswegen ein Artikel einer solch massiv voreingenommene Person als Neuigkeit auf den Seiten eines Fachmagazins auftaucht. Das dies so wäre, als wenn ein Robert Mugabe vor der UN versichert, das es keine Wahlfällschung und Gewaltverbrechen in seinem Land gäbe oder eine beliebige, regierende Junta über die “guten” Bedingungen in ihrem eigenen Land berichten. Und die UN das auch so akzeptiert. Weil, wer sollte es besser wissen als die Staatsoberhäupter. Oder eben Entwickler einer Programmiersprache.
Wie man da noch von “journalistischer” Sauberkeit reden könnte. Wo da die Transparenzen, die doch in dem Artikel beachtet werden sollten, blieben. Und so weiter, und so fort.
Entwickler können gern über die Vor- und Nachtteile der eigenen Programmiersprache sprechen, aber bitte, bitte keine offiziellen Vergleiche anstellen. Das sollten Unabhängige machen.

Nun, das waren meine Gedanken. Dann kam ein Job rein und ich hab mich um die wichtigeren Dinge gekümmert. Brot schmieren z.B.

Gestern dann aber kam im zuge einer “PHP Sucks” Diskussion wieder ein Zend Entwickler, Stanislav Malyshev, und konterte auf die Attacken. Schön zu lesen.

Stanislav Hauptargumente sind veralteter Code

First, people really need to stop reading something on PHP written somewhere in 2005 (probably about experiences that happened in 2001) and apply it to PHP as it is now

und das nicht PHP beknackten Code schreibt, sondern das Entwickler beknackten Code schreiben.

The next beef with PHP is that people write sucky code on it. No, really, they do? Must be something really wrong with this language. It’s not like people write mind-bogglingly sucky code on every other “good” language on the planet. But I get it. The intent was – PHP makes easy to write sucky code. Yes, this is true. As true as “Porsche 997 makes it easy to drive at 100mph into a brick wall”. PHP makes it easy to write various kinds of code – and if 90% of code written is sucky, then 90% of PHP code would be sucky. But my experience says quality of the production code almost never has much to do with the language, but only with the culture – organizational and personal, and with choosing right ways to do the job. The rest is just bad statistics in play. Like “I know 7-year-old writing websites, and his PHP code sucks”. I bet his Haskell code rules though

In gewisser Weise hat er Recht. Entwickler schreiben schlechten Code. Entwickler denken nicht nach, wie eine Programmiersprache eingesetzt werden kann. Und auch in anderen, weiter entwickelten Sprachen kann man beschissenen Code erzeugen.

Nur, PHP macht es jeden Entwickler und jenen, die es werden wollen, so verflucht einfach. PHP ist eine sehr, sehr einfach zu erlernenede Skriptsprache. Aber die fehlenden Strukturen, wie man sie bspw. bei Java vorgesetzt bekommt, machen es so verflucht einfach beschissenen Programmcode zu erzeugen.

Hinzu kommt das auch in der aktuellen Version, 356897 Jahre nach dem (teilweise) einführen der Objektorientierung in PHP immernoch auf Legacy-Code geachtet wird. Es wird kein harter CUT wie bspw. in Python gemacht. Trotz aller Schwächen die bekannt sind. Trotz den ganzen Ärgernissen. Trotz den ganzen Kritiken und Hinweisen und Wünschen aus aller Welt unterstützt PHP Legacy-Code. Das ist toll. Für ältere Anwendungen. Aber beschissen für das Image und den Wunsch, eine ernstzunehmende Programmiersprache zu sein.

Selbst Visual Basic ist, in seinen Programmstrukuturen, “sauberer” als PHP es nach mehr als 10 Jahren jetzt ist.

Aber in die Diskussion über pro und contras dieser Programmiersprache will ich mich gar nicht erst tiefer begeben. Das macht keinen Sinn. Denn mir ist wärend des verfolgens dieser andauernden Diskussionen aufgefallen das PHP, dessen Entwickler und ein Großteil der Webentwickler einen psychologische Gemeinsamkeit haben:

Sie sind selbstverliebt. Sie preisen sich selbst in einem Licht, das meistens nur sie selber sehen. Gibt es einen Erfolg, egal wie klein er ist, preisen sie diesen als wenn es kein morgen gibt. Sie akzeptieren keine Kritiken wie normale Menschen. Nein, die kontern. Nicht immer sachlich, sondern meistens mit einem arroganten, selbstherrlichen Grinsen. Warum auch nicht, immerhin meinen sie ja auch im Recht zu sein.
Sie schauen auf den “schnellen” Erfolg der Konkurrenz in der Branche und erblinden nicht zu selten an der eigenen Gier.

Startups, egal wie unbedeutend die Idee und kurzfristig der Erfolg ist, werden als Revolution gefeiert. Zuerst von den Gründern. Dann von den parasitären Community/Blogsystem das blind aufspringt.

(PHP) Entwickler, die kritisch im Netz belehrt werden, kontern nicht mit sachlichem wiederlegen der Vorwürfe, sondern hahnebüchenden Vergleichen.

Das musste mal raus. Und jetzt weiter mit dem PHP-basierten Webprojekt an dem ich derzeit sitze.

Published by Thomas, on Mai 24th, 2008 at 10:34 am. Filled under: Agenturleben,Schlagzeilen Tags: , , , , , No Comments

Dinge die die Welt (nicht) bewegen …

100 Menschen, 48 Stunden, 4800 MS, 600 MT, 51000 € verpulvert für eine Idee, die weder revolutionär noch neu ist und spätestens in 2 Jahren wieder aufgrund fehlerhafter Geschäftspläne (webdeutsch: Businessplan) oder mangelnder Akzeptanz begraben wird.

51000 € – dafür hätte man auch nen geiles Open-Air Grillfest mit guter Livemucke am Rhein veranstalten können. Das schweisst auch zusammen.

Published by Thomas, on Mai 21st, 2008 at 10:42 am. Filled under: webware Tags: , , 2 Comments

Hm, ob man wohl an seinen sozialen Umfeld arbeiten sollte, wenn die einzigsten Briefe die man erhält Rechnungen, die wenigen SMS Erinnerungen an eine 2 €/SMS Abzocke und die wenigen Nachrichten in diversen Communities Newsletter oder sonstiger Spam sind?

Nein. Ich glaube nicht.

Published by Thomas, on Mai 17th, 2008 at 9:54 am. Filled under: work-life-balanceNo Comments

Open Air Festivals 2008

Gibt es eigentlich noch in Plannung/Ausschreibung befindliche Open Air’s in Deutschland oder ehemals besetzten .. ehh, benachbarten Gebieten? ;)

Published by Thomas, on Mai 16th, 2008 at 1:17 pm. Filled under: lauter Krach,work-life-balance Tags: , No Comments

Kann mal bitte irgendwer diese paranoiden spät-68er allesamt in ein Lager sperren und einen Hauch von Realismus einprügeln?

Da glaubt doch tatsächlich einer, das seine Daten, sein Klickverhalten, seine Sexualvorlieben durch Ad-Publisher wie google, tradedoubler, doubleclick und diversen anderen nicht bereits jetzt schon flächendeckend erfasst werden. Die Datensammelwut von Paypal und Payback erwähn ich mal besser gar nicht erst ;) .

Published by Thomas, on Mai 16th, 2008 at 7:57 am. Filled under: Schlagzeilen2 Comments

Bürgerarbeit, Zwangsarbeit .. who cares?

Ja, auch ich finde es eine Schweinerei, das Sozialhilfeempfänger (ja, so hies Hartz4 früher ja mal) für ihren Sozialbeitragsbezug, für den mittlerweile ja auch nur noch ~1/3 der arbeitsfähigen Bevölkerung anschaffen geht, nun tatsächlich auch nochwas tun müssen.
Mehr, als ihren Arsch im Sofa breit sitzen, im Park nen Bierchen zischen und 1 oder 2-mal zur Meldung “jau hier bin ich noch” auf’s Amt rennen.

Ich dachte bisher immer, Sozialstaat würde bedeuten, das man eine gewisse Grundabsicherung hat, WENN! man mal nicht arbeiten kann. Aber dieses Polster sollte doch keine Alternative zur eigenen möglichkeit der Erwerbstätigkeit sein!?

Ja ich bin altmodisch. Im Gegensatz zu anderen glaube ich immernoch daran, das man für seinen Unterhalt eine Gegenleistung erbringen sollte.

Published by Thomas, on Mai 16th, 2008 at 7:42 am. Filled under: Schlagzeilen Tags: , 1 Comment

Ich liebe den Geruch frischen Urins in der Luft

Zumindest scheint das so, anders lässt es sich wohl kaum erklären das ich jeden Morgen und Abend durch die zugepisste Südbrücke Kölns trappe.

Hmmmm, und nach einem hübschen, warmen Tag ist das Aroma noch ein Stückchen leckerer.

Published by Thomas, on Mai 12th, 2008 at 7:39 pm. Filled under: work-life-balanceNo Comments