Der Zwiebelflüsterer

Schälen, oder geschält werden


Rheinische After Winter Party

In der kurzen Pause zwischen Schnee, Schnee und nochmehr Schnee gab es vor knapp 4 Wochen die Release Party des neuen Guerrilla Schinkens im MTC Club Köln.

4 Wochen sind eine lange Zeit zwischen einem Live-Gig und dem dazugehörigen Review. Und ebenfalls für ein Review der Scheibe. Die Regel, wer zu erst kommt trinkt zuerst, gilt womöglich auch hier. Aber meine Erfahrung hat gezeigt, das sich ein Album, oder ein einzelner Song, nicht zwingend beim ersten mal als das entpuppt als was er sein sollte. Und so ist es auch bei dieser Scheibe.

Zunächst also zu dem Album. Es ist ist gut und solide und macht Spass zu hören. Metalfanatiker würden wahrscheinlich “großartig” sagen, oder sogar soweit gehen und sich fragen wieso diese Band noch keinen Plattenvertrag hat. Vielleicht liegt es daran das sie keinen wollen. Oder zumindest nicht alle in der Truppe. Eventuell auch weil zwischen diesem und dem letzten Album schon ein paar Jährchen liegen und ausserhalb der rheinischen Hemisphäre in den letzten 2 Jahre auf den Bühnen dieser Republik kaum etwas lief.

Das alles hat aber nichts damit zu tun, das das Album an sich ziemlich geil ist. Vom ersten bis zum letzten Song hindurch. Einige haben auch einen leichten Ohrwurmcharakter, wenn man sie ein paar mal lauschte.

Aber viel, viel wichtiger ist, das es eine Menge Songs gibt, die wunderbares Livepotential haben. Und das ist die eigentliche Stärke dieser illustren Musikantengruppierung: Live-Gigs.

Wie sich eben auch auf der Release Party gezeigt hatte. Es macht Spass ihnen zuzuhören. Sie spielen solide. Die meisten Songs hören sich live besser an, als auf der Platte. Was wohl daran liegt das live wesentlich mehr Gefühl rüberkommt. Aber auch, weil die gut gestimmten Regler des Mischpults sämtliche Herzkreilaufrythmen durcheinander bringen.

Und die Fans stehen nicht nur wie Bubbleheads zustimmend Kopfnickend vor der Bühne wenn die 5 darauf stehen, sondern sie machen richtig Party. Und das ist etwas, was verdammt viel Wert ist.

Wer es verpasst hat, kann bei den Jungs und Mädels von Heavy Metal Home TV einen Beitrag zu dem Auftritt erhaschen oder einfach ein paar schicke statische Mitschnitte von Daniel Schneider begutachten.

Achja, was an dieser Stelle zu erwähnen sein sollte: das Album ist zu 100% biologisch abbaubar und (legal) kostenlos als Download über deren Website zu haben, oder auf diversen Plattformen zum lauschen (regioactive, reverbnation, facebook, myspace, last.fm)

Wer aber trotzdem ein schickes Case samt CD, Sticker und sonstwas (für wenig Geld) haben möchte … muss einfach zu einem ihrer Auftritte kommen ;) .

Published by Thomas, on Februar 16th, 2010 at 11:22 am. Filled under: lauter Krach,work-life-balance Tags: , , , , No Comments

Aufstand der Karnevalsrocker

Karnevalssonntag am Abend. Die Kölner Innenstadt gleicht einem Kriegsgebiet. Überall “uniformierte” Herrscharren. Jecken, Jecken, überall Jecken. So weit das Auge reicht. Zwischen Friesenplatz und Barbarossaplatz kann man sich vor betrunkenen und torgelnden Clowns oder Seemännern nicht retten.

Aber im MTC standen ein paar aufrechte Rocker bereit, dem Karnevalswahnsinn entgegenzutreten. Bolle und seine Jungs haben ab 21 Uhr knappe 3 Stunden gezeigt, das man auch ohne Alaaf und mit viel Alkohol zu Karneval Spass haben kann.

Es war das erste mal das ich diese Musikantentruppe live gesehen habe. Und es war geil. Das MTC war zwar nicht wirklich voll, ca. 30 hartgesottene Fans hatten sich eingefunden, aber das hinderte keinen daran Spass zu haben. Bolle und seine gutaussehenden Jungs haben auf der Bühne, und die Gäste haben vor der Bühne, gerockt. Eine super Stimmung insgesamt.

Manchmal haben sich auch ein paar Jecken von draußen eingefunden. Und ich glaube, 2 oder 3 wurden an dem Abend auch noch bekehrt.

Verdammt, solche Bands gibt es in Köln und Umgebung einfach viel zu selten.

Published by Thomas, on Februar 15th, 2010 at 11:47 am. Filled under: lauter Krach,work-life-balance Tags: , , , No Comments