Der Zwiebelflüsterer

Schälen, oder geschält werden


It’s a beautifull workout-day

Eine der interessanten Punkte an Holmes Place Gürzenich ist ja deren Putzpersonalpoltik. Ursprünglich, vor ein paar Jahren noch eine hormonell neutrale Mischung aus Männern und Frauen die Tag für Tag ihr Leben dafür einsetzten, das unrasierte Füsse sauber über die Böden gleiten konnten, sind diese Zeiten mittlerweile vorbei.

Irgendwann waren sie Weg, die Kerle. Keine Ahnung wieso. Es gibt zwar ein paar Theorien aus dem Bereich der Wirtschaftlichkeit, aber ich denke es war reiner Penisneid. Kann man denen ja auch nicht verdenken. Tag für Tag für Tag mussten sie unwillkürlich vergleiche ziehen. Männerumkleidekabinen sind halt kein Ponyhof.

Jedenfall, nun huschen nur noch Frauen rum. Egal ob im Eingangsbereich, im Fitnessbereich, den Umkleiden oder den Duschen. Und natürlich nicht irgendwelche. Nein nein. Ganz im Stile des Look-and-feel vom Holmes Place natürlich junge, attraktive Mädels.

Der Punkt ist, ich find das gut. Als Kerl erhält man so ungefragt die Möglichkeit eines gewissen Instant-Feedbacks nach dem Training, in vielfältiger Art und Weise:

  • ist das, was ich eben in einer Stunde knallharter Arbeit auf dem Laufband und den Eisen zurückgelassen habe, sinnvoll gewesen?
  • passen die socken zur Hose?
  • sitzen meine Boxershorts besser als mein Badeslip?

Und natürlich der klassiker:

  • hätte ich den Rücken enthaaren sollen oder nicht?

Das unwillkürliche lächeln, oder eben das fehlen eines solchen, eines Mädels in der Männerumkleidekabine hilft da schon ungemein weiter.

Published by Thomas, on April 22nd, 2010 at 11:31 am. Filled under: work-life-balanceNo Comments

In Stein gemeiselt …

… wirkte gestern jedenfalls das Publikum im Bibo Club in Porz. Zunächst dachte ich, das liegt an Wahn selbst. Diese kleine miese Kaff am Hintern Kölns, das gerade einmal die S-Bahn als Anschluss zur großen Welt kennt. Dann bin ich über ein paar alte Konzerfotos von dort gestossen und … nunja, die Porzer können schon rocken. Die Location an sich war auch geil. Viel Flüssigkeitsauswahl. Große Bühne. Ausreichend Tanz- und Spass Bereich und eigentlich auch ein guter Klang. Und die Jungs von Chronic und Evil Umbrella haben so gut gerockt, wie es mit solch trägem Publikum machbar war. Aber es war halt kein Arsch da. Egal. Auch das der Soundcheck länger dauerte als manches Konzert. Egal. Man hat alles mit Humor genommen. Evil Umbrella sowieso. Coole Jungs, die direkt nach dem ersten Song Gitarrenverschleiss hatten :o ).

Und so ohrenbetäubend Chronic als zweite Band gerockt hat, die beste Performance hat trotzdem die Regenschirmfrontsau Enis gemacht. Er nutzte die Möglichkeiten von wenigen vorhandenen, schüchternen Gästen aus und lief halt bei einigen rythmischen Einlagen durch den Raum. Damit auch die hintersten Reihen mal wussten, wer da vorn auf der Bühne arbeitet. Fand ich geil.

Rückblickend, weil es halt so überraschend kam, fast noch geiler als die flambierten Einlagen von Adam Bomb vergangenen Donnerstag. Der hat zwar auch ein paar HiHat´s regelmässig und überraschen in Brand gesteckt und ein paar Böller abgefeuert und damit im Sonic Ballroom eine kleine, legendäre Kirmes Heavy Metal Party veranstaltet … aber fuck, er ist nicht durch die Gäste gelaufen und hat mit ihnen gerockt.

Glaub ich zumindest. Von dem späten Abend sind mir sowieso nur ein paar wenige Fakten in meinen Hirn verankert:

1) Bolle und Adam Bomb rocken auch an einem späten Donnerstagabend verdammt gut

2) man kann auch auf kleinen Bühnen eine Feuerspucker-Nummer mit großen Flammen aufziehen

3) ich sollte entweder nach dem 2. Weizen auf Wasser oder ähnliches umstellen, oder einfach mit niemanden mehr reden. Hemmungslosigkeit ist doch was feines und fördert die Kontaktpflege, hab ich festgestellt.

Hm, vielleicht hätte ich gestern auch mehr trinken sollen? … Ach,  zu spät. Das nächste mal kann ich das ja mal testen.

Aber zurück zu Regenschirmen und Chronic. Ich glaub, wenn ich die alten Fotos richtig deute, sollten sie das nächste mal in diesem Club auch halbnackte Tänzerinnen mitbringen. Das sorgt bestimmt für ein paar mehr Gäste *g*.

Published by Thomas, on April 18th, 2010 at 5:10 pm. Filled under: lauter Krach,work-life-balance Tags: , , No Comments

Lebenszeitverschwendung …

PHP Code nachträglich zu dokumentieren ist ein wenig wie ein Urlaubsbesuch in Nordkorea: man sieht das Elend, will was ändern … aber es geht einfach nicht, weil der massive Aufwand in keinem Verhältnis zur verfügbaren Zeit steht.

Published by Thomas, on April 15th, 2010 at 9:49 am. Filled under: Agenturleben,codebaseNo Comments

Déjà-vu…

… irgendwie hatte ich das gestern im Underground. Quasi das gleiche Lineup wie vor nicht all zu langer Zeit in Wuppertal, und es hat mindestens genauso gerockt.

Quatsch, Wuppertal kann mich mal. Regionaler Patriotismus ist angesagt, und es war immerhin Sonntag Abend. Also in Anbetracht dieser Verhältnisse … Köln hat MEHR gerockt!:D

Motorjesus hat die Menge angeheizt. Als die dann wuschig war, wurde sie von der The New Black Frontsau Markus nochmal so richtig schön und genüsslich feucht gemacht um dann schliesslich von Powerwolf  vernascht zu werden.

Insgesamt ein geiler Abend. Ein super Start in eine neue Woche. Mit viel Krach, viel zu lachen (lange Haare, Ventilatoren und umherspringende Gitarristen können sich schonmal verheddern … *g*), super Stimmung und einem kühlen Bierchen in der Hand.

Published by Thomas, on April 12th, 2010 at 6:21 pm. Filled under: lauter Krach,work-life-balance Tags: , , , , , No Comments

*rülps*

Die Menge tobt bereits. Angestachelt durch jenen Klang zuvor und jenem, der sich gerade entfaltet. Es ist stickiger als noch vor ein paar Stunden, aber das tut nicht’s zur Sache. Immer mehr drängen sich nach vorn, um mehr zu sehen. Um mehr zu lauschen. Um mehr zu feiern. Die Menge tobt. Der Sound wird härter. Und auf dem momentanen Höhepunkt, da steht er: Stolz, wie ein unrasierter, erigierter Penis. Wie ein Pils in der Brandung. Wie ein …

Aber, vielleicht ist die gesamte Story auch nicht uninteressant. Nun, es war einmal …

… Ostern. Ein Fest der Freude, des Eier kraulens, rasierens und suchens. Ein Fest der Familie. Und 4 verdammte freie Tage mit beschissenen Wetter am Stück. Was treibt man da? Im Idealfall das gleiche wie an anderen Wochenenden mit miesen Anti-Grill-Wetter: Musik, Musik, Musik. Und zwar live, und nicht aus der Dose.

Und die Gelegenheit gab es noch und nöcher. Samstag ging es erstmal nach Siegburg, in die 2. der dortigen mir nun bekannten Locations für metallischen Klang: das Jugendzentrum.

Dies war …  nunja, eine bereichende Erfahrung. Gut, das ich letzte Woche erstmal in dem Kulturcafé war, so ist meine Gesamtmeinung jetzt nicht direkt den Bach runter gegangen ;) .
Die Location des Jugendzentrums ist eigentlich das ganze Gegenteil des Kulturcafé’s: ein mieser, abgefuckter Schuppen in dem der Gang zum Klo eine Herausforderung für Nase und Blase war.

Nach ein paar Bierchen viel das aber eh nichtmehr so sehr in’s Gewicht ;) .

Sodele, also Samstag, Headbangers Live, Siegburg. Es spielten die Kölner Hollow Words, die Bayern von Vermin und schließlich Tormentor aus Siegburg, quasi mit Heimvorteil.

Hollow Words waren neu für mich und etwas zwiespältig. Sie haben auf jedenfall alles, was eine frische junge Band braucht: Spass auf der Bühne und viel, viel, viel Platz um sich zu verbessern. Ganz vorn auf der Liste sollte der Gesang stehen. Vielleicht lag es ja auch nur an der Ausrüstung in dem Laden, aber ich hatte nach dem 2. Song einfach den unwiderstehlichen Wunsch, das jemand dem “singenden” Part des Gesangsduos das Mikro wegnimmt. Oder abstellt. Nichtsdestotrotz war der Sound, von der Kehlenmelodie abgesehen, recht fett.

Die Bayern im Anschluß hatten auch viel auf ihre Kehle gelegt, was sich in einen fetten Sound aber kaum hörbaren … und ehrlich gesagt auch nicht vermissten, Gesang äusserte. Zumindest bei den ersten beiden Songs die ich mitbekam da es mich dann doch schon Richtung Bahnhof zog. Leider hab ich dadurch Tormentor verpasst, die wohl noch recht gut abgerockt haben.

Aber egal, ich musste für für den nächsten Tag fit sein. Und das war auch gut so.

Die Qual der Wahl stand an: feierlicher Thrash-, Death-Metal beim diesjährigen Part von R(h)ein in die Fresse in der Bonner Klangstation oder das brechen einer seit 3 Jahren gepflegten, und bisher 2x bereuten “Tradition”, und stattdessen die Kölner Südstadt aufsuchen?

Südstadt war näher und man konnte sogar bis zum zum Ende bleiben ohne das einem die Bahn wegfährt. Aber viel wichtiger, es war geiler!

Denn gestern, passend zum christlichen Eierschaukelfeiertag, gab es in der Kölner Tankstelle was auf die Nüsse und für die Lauscher, denn Bolles Jungs haben mit Hilfe einer gesunden Erektion die Südstadt gerockt.

Einfach geil. Der Laden war voll, die Gäste teils auch und die Bandmitglieder haben sowieso einen Vorrat vom Haus aus gehabt.

Zuerst wurde für eine ordentliche Erektion durch Reason for Erection bei dem herangeeilten Publikum gesorgt. Ein ca. 1-stündiges Vorspiel mit Songs einer bunten Auswahl an Klassikern von u.a. ACDC und Black Sabbath. Die Kerle zeigten, das man auch mit sehr kurzen Haaren metalisch guten Spass haben kann.

Nun, und was ist eine Erektion wenn man sie nicht nutzt? Das dachten sich dann wohl auch Bolle und seine sehr gut aussehenden Jungs, als sie die Hauptgang servierten und den Laden etwas über 1, 2 Stunden in eine musikalische Orgie verwandelten.

Es war wie zuvor an Karneval ein Erlebnis.

Und jetzt werd ich meinen Kater genüsslich wegzocken *g*.