Der Zwiebelflüsterer
Schälen, oder geschält werden

Beware: the motorthrone! 24. März 2013

Ladys and Gentleman, ich verneige mich seit Samstag vor fast jeden der im Außenbereich über mehrere Stunden arbeitet. Allen vorran Filmteams, die das mehrere Tage am Stück machen.

Samstag vor einer Woche hatte ich das Vergnügen den Jungs von Aardvarks bei dem ersten Teil der Aufnahme für ein neues Musikvideo zu unterstützen. Und es war eine Mischung aus arschkalt und unterhaltsam..

Das ganze fand auf dem Hof der Autoverwertung Nitschke in Köln statt. Mit viel Platz, viel verwendbaren Schrott und dadurch einer schön dreckigen Atmosphäre. Das der Hof gleichzeitig das Klo des 50 Kilo schweren, bellenden, sabbernden aber doch schnuffigen Hausmaskottchens ist, fiel bei all dem spätwinterlichen Schlamm auch nicht sonderlich stark auf.

Zumindest nachdem seine … nun, Reste, aus der verwendeten Halle gefegt wurden :D.

Wir kamen so gegen halb 5 Uhr Nachmittags dort an, etwas hinter der Zeit. Die Filmjungs hatten bereits viel vorbereitet und mit Hilfe des lokalen Mechanikers den Motorthron gebastelt. Feines Teil.

Nachdem das Schlagzeug aufgebaut und hergerichtet wurde, zuvor ein paar Holzpaletten zurechtgelegt und ein Motorblock als Requisite noch quer durch die Halle gehieft wurde, war der Großteil der Arbeit auch schon erledigt. Zumindest für mich.

Guido dagegen hatte den ersten Zonk. Dieser hatte zwar für unsere leibliches Wohl mit viel Gerstensaft gesorgt, durfte aber sogleich auch bis Mitternacht den Motorthron besetzen. Knappe 4 Stunden wohlgemerkt, in einer zügigen Halle bei gefühlten Minusgraden. Spätestens als die Windmaschine für einige Szenen verwendet wurde, war auch der zunächst gespielte Schmerz nichtmehr gespielt.

Aber diese stundenlange Sitzpain hat sich gelohnt, wie jeder bereits auf den ersten Aufnahmen gesehen hat.

Man bin ich gespannt wie das fertig aussieht.

Während Guido rangenommen wurde, haben sich die Saitenzupfenden Jungs desübrigen in’s bequeme, beheizte Büro verzogen und haben es sich gut gehen lassen. Thrashmetaller sind halt auch nur bibbernde Menschen :P.

Aber die durften auch noch ran. Schön ohne Jacke und mit Windmaschine, nach Mitternacht für die restlichen Szenen.

Morgens gegen 3, nachdem die letzten Bilder mit Martin am Schlagzeug durch waren, waren wir dann auch fertig und konnten endlich zusammenpacken.

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In Stein gemeiselt … 18. April 2010

… wirkte gestern jedenfalls das Publikum im Bibo Club in Porz. Zunächst dachte ich, das liegt an Wahn selbst. Diese kleine miese Kaff am Hintern Kölns, das gerade einmal die S-Bahn als Anschluss zur großen Welt kennt. Dann bin ich über ein paar alte Konzerfotos von dort gestossen und … nunja, die Porzer können schon rocken. Die Location an sich war auch geil. Viel Flüssigkeitsauswahl. Große Bühne. Ausreichend Tanz- und Spass Bereich und eigentlich auch ein guter Klang. Und die Jungs von Chronic und Evil Umbrella haben so gut gerockt, wie es mit solch trägem Publikum machbar war. Aber es war halt kein Arsch da. Egal. Auch das der Soundcheck länger dauerte als manches Konzert. Egal. Man hat alles mit Humor genommen. Evil Umbrella sowieso. Coole Jungs, die direkt nach dem ersten Song Gitarrenverschleiss hatten :o).

Und so ohrenbetäubend Chronic als zweite Band gerockt hat, die beste Performance hat trotzdem die Regenschirmfrontsau Enis gemacht. Er nutzte die Möglichkeiten von wenigen vorhandenen, schüchternen Gästen aus und lief halt bei einigen rythmischen Einlagen durch den Raum. Damit auch die hintersten Reihen mal wussten, wer da vorn auf der Bühne arbeitet. Fand ich geil.

Rückblickend, weil es halt so überraschend kam, fast noch geiler als die flambierten Einlagen von Adam Bomb vergangenen Donnerstag. Der hat zwar auch ein paar HiHat´s regelmässig und überraschen in Brand gesteckt und ein paar Böller abgefeuert und damit im Sonic Ballroom eine kleine, legendäre Kirmes Heavy Metal Party veranstaltet … aber fuck, er ist nicht durch die Gäste gelaufen und hat mit ihnen gerockt.

Glaub ich zumindest. Von dem späten Abend sind mir sowieso nur ein paar wenige Fakten in meinen Hirn verankert:

1) Bolle und Adam Bomb rocken auch an einem späten Donnerstagabend verdammt gut

2) man kann auch auf kleinen Bühnen eine Feuerspucker-Nummer mit großen Flammen aufziehen

3) ich sollte entweder nach dem 2. Weizen auf Wasser oder ähnliches umstellen, oder einfach mit niemanden mehr reden. Hemmungslosigkeit ist doch was feines und fördert die Kontaktpflege, hab ich festgestellt.

Hm, vielleicht hätte ich gestern auch mehr trinken sollen? … Ach,  zu spät. Das nächste mal kann ich das ja mal testen.

Aber zurück zu Regenschirmen und Chronic. Ich glaub, wenn ich die alten Fotos richtig deute, sollten sie das nächste mal in diesem Club auch halbnackte Tänzerinnen mitbringen. Das sorgt bestimmt für ein paar mehr Gäste *g*.

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Déjà-vu… 12. April 2010

… irgendwie hatte ich das gestern im Underground. Quasi das gleiche Lineup wie vor nicht all zu langer Zeit in Wuppertal, und es hat mindestens genauso gerockt.

Quatsch, Wuppertal kann mich mal. Regionaler Patriotismus ist angesagt, und es war immerhin Sonntag Abend. Also in Anbetracht dieser Verhältnisse … Köln hat MEHR gerockt!:D

Motorjesus hat die Menge angeheizt. Als die dann wuschig war, wurde sie von der The New Black Frontsau Markus nochmal so richtig schön und genüsslich feucht gemacht um dann schliesslich von Powerwolf  vernascht zu werden.

Insgesamt ein geiler Abend. Ein super Start in eine neue Woche. Mit viel Krach, viel zu lachen (lange Haare, Ventilatoren und umherspringende Gitarristen können sich schonmal verheddern … *g*), super Stimmung und einem kühlen Bierchen in der Hand.

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*rülps* 5. April 2010

Die Menge tobt bereits. Angestachelt durch jenen Klang zuvor und jenem, der sich gerade entfaltet. Es ist stickiger als noch vor ein paar Stunden, aber das tut nicht’s zur Sache. Immer mehr drängen sich nach vorn, um mehr zu sehen. Um mehr zu lauschen. Um mehr zu feiern. Die Menge tobt. Der Sound wird härter. Und auf dem momentanen Höhepunkt, da steht er: Stolz, wie ein unrasierter, erigierter Penis. Wie ein Pils in der Brandung. Wie ein …

Aber, vielleicht ist die gesamte Story auch nicht uninteressant. Nun, es war einmal …

… Ostern. Ein Fest der Freude, des Eier kraulens, rasierens und suchens. Ein Fest der Familie. Und 4 verdammte freie Tage mit beschissenen Wetter am Stück. Was treibt man da? Im Idealfall das gleiche wie an anderen Wochenenden mit miesen Anti-Grill-Wetter: Musik, Musik, Musik. Und zwar live, und nicht aus der Dose.

Und die Gelegenheit gab es noch und nöcher. Samstag ging es erstmal nach Siegburg, in die 2. der dortigen mir nun bekannten Locations für metallischen Klang: das Jugendzentrum.

Dies war …  nunja, eine bereichende Erfahrung. Gut, das ich letzte Woche erstmal in dem Kulturcafé war, so ist meine Gesamtmeinung jetzt nicht direkt den Bach runter gegangen ;).
Die Location des Jugendzentrums ist eigentlich das ganze Gegenteil des Kulturcafé’s: ein mieser, abgefuckter Schuppen in dem der Gang zum Klo eine Herausforderung für Nase und Blase war.

Nach ein paar Bierchen viel das aber eh nichtmehr so sehr in’s Gewicht ;).

Sodele, also Samstag, Headbangers Live, Siegburg. Es spielten die Kölner Hollow Words, die Bayern von Vermin und schließlich Tormentor aus Siegburg, quasi mit Heimvorteil.

Hollow Words waren neu für mich und etwas zwiespältig. Sie haben auf jedenfall alles, was eine frische junge Band braucht: Spass auf der Bühne und viel, viel, viel Platz um sich zu verbessern. Ganz vorn auf der Liste sollte der Gesang stehen. Vielleicht lag es ja auch nur an der Ausrüstung in dem Laden, aber ich hatte nach dem 2. Song einfach den unwiderstehlichen Wunsch, das jemand dem “singenden” Part des Gesangsduos das Mikro wegnimmt. Oder abstellt. Nichtsdestotrotz war der Sound, von der Kehlenmelodie abgesehen, recht fett.

Die Bayern im Anschluß hatten auch viel auf ihre Kehle gelegt, was sich in einen fetten Sound aber kaum hörbaren … und ehrlich gesagt auch nicht vermissten, Gesang äusserte. Zumindest bei den ersten beiden Songs die ich mitbekam da es mich dann doch schon Richtung Bahnhof zog. Leider hab ich dadurch Tormentor verpasst, die wohl noch recht gut abgerockt haben.

Aber egal, ich musste für für den nächsten Tag fit sein. Und das war auch gut so.

Die Qual der Wahl stand an: feierlicher Thrash-, Death-Metal beim diesjährigen Part von R(h)ein in die Fresse in der Bonner Klangstation oder das brechen einer seit 3 Jahren gepflegten, und bisher 2x bereuten “Tradition”, und stattdessen die Kölner Südstadt aufsuchen?

Südstadt war näher und man konnte sogar bis zum zum Ende bleiben ohne das einem die Bahn wegfährt. Aber viel wichtiger, es war geiler!

Denn gestern, passend zum christlichen Eierschaukelfeiertag, gab es in der Kölner Tankstelle was auf die Nüsse und für die Lauscher, denn Bolles Jungs haben mit Hilfe einer gesunden Erektion die Südstadt gerockt.

Einfach geil. Der Laden war voll, die Gäste teils auch und die Bandmitglieder haben sowieso einen Vorrat vom Haus aus gehabt.

Zuerst wurde für eine ordentliche Erektion durch Reason for Erection bei dem herangeeilten Publikum gesorgt. Ein ca. 1-stündiges Vorspiel mit Songs einer bunten Auswahl an Klassikern von u.a. ACDC und Black Sabbath. Die Kerle zeigten, das man auch mit sehr kurzen Haaren metalisch guten Spass haben kann.

Nun, und was ist eine Erektion wenn man sie nicht nutzt? Das dachten sich dann wohl auch Bolle und seine sehr gut aussehenden Jungs, als sie die Hauptgang servierten und den Laden etwas über 1, 2 Stunden in eine musikalische Orgie verwandelten.

Es war wie zuvor an Karneval ein Erlebnis.

Und jetzt werd ich meinen Kater genüsslich wegzocken *g*.

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Chronic + Levithan im Kulturcafé Siegburg 27. März 2010

Nun, nach einer faszinierend spannenden Woche, in der der Höhepunkt ein gefühltes Hautpeeling mit einem rostigen Kartoffelschäler war, dachte ich mir doch gestern das ein wenig Ohrenschmaus genau das richtige wäre um dem gemütslagenähnlichen Wetter zu entfleuchen.

Glücklicherweise hab ich durch das Buddy-Spam-Facebook-Netzwerk vor einiger Zeit den Hinweis auf das Kulturcafé in Siegburg erhalten. Dort gibt es regelmässig einen Mix aus Live- und Dosenmusik, damit sich auch die rheinische Landbevölkerung musikalisch weiterbildet.

Dort spielten also gestern Chronic aus Köln und Levithan aus .. eh, irgendwo aus NRW ;). Zwei Bands die ich absolut nicht kannte, aber sich auf ihren Musiksamples gut genug anhörten um sie als Vorwand für das ein oder andere Bierchen in Siegburg auszunutzen.

Die Location an sich ist recht geil. 5 Minuten zu Fuss vom Siegburger Bahnhof entfernt erreicht auch jeder angetrunkene noch halbwegs rechtzeitig den Zug zurück in die Zivilisation, die Leute wirkten locker und … das allerwichtigste … das Bier war verdammt günstig. Oben die Theke, gemütliche Gammelecken und ‘nen Billiardtisch und unten die Love-Lounge .. eh, der Bühnenschlauch mit .. genau, noch einer Theke. Über eine leicht größere Auswahl an fruchtig frischen und abwechslungsreichen Gaumengenüssen hätte ich mich zwar gefreut, aber man kann ja nicht alles haben.

Aber kommen wir zum 2. wichtigsten, dem Unterhaltungselement. Dazu gehörten überraschenderweise nicht nur die 2 Bands, sondern auch die Gäste. Ich weiß ja nicht was die Landeier tagtäglich schnüffeln, aber die kleinen … und damit mein ich eben jene unterhalb des Ausschankverbots … hatten auch ohne Gerstengebräu Spass. Verdammt viel sogar. Kaum war die erste Saite angeschlagen, ist eine Meute von Hobbits ineinander gerannt.

Fand ich toll … leicht beängstigend, aber toll. Von dem Enthusiasmus könnte sich die Kopfnickerfraktion beim kommenden R(h)ein in die Fresse ein ordentliches Stück Fleischwurst abschneiden.

Die 2. Überraschung des Abends waren Chronic. Die Jungs waren richtig geil. Live besser als in der Dose. Die muss ich mir nochmal anhören, wenn die Frontsau nicht erkältet ist ;).

Und die letzte “Überraschung” waren dann Levithan. Der Headliner des Abends … und die große Enttäuschung für mich. Sie waren weder schlecht noch furchtbar oder ähnliches. Als der 3. Song rum war, wirkte es auf mich aber immernoch so als das alles nicht so das wäre. Das ganze Auftritt wirkte recht platt. Aber da war ich auch der einzigste, die Hobbits vorn tobten .. wieso auch immer. Aber letzten endes zählt auch nur, das sich die Masse amüsiert ;).

Demnächst geht’s wieder in die Provinz, ich freu mich schon auf’s 1,50 Bierchen.

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Rheinische After Winter Party 16. Februar 2010

In der kurzen Pause zwischen Schnee, Schnee und nochmehr Schnee gab es vor knapp 4 Wochen die Release Party des neuen Guerrilla Schinkens im MTC Club Köln.

4 Wochen sind eine lange Zeit zwischen einem Live-Gig und dem dazugehörigen Review. Und ebenfalls für ein Review der Scheibe. Die Regel, wer zu erst kommt trinkt zuerst, gilt womöglich auch hier. Aber meine Erfahrung hat gezeigt, das sich ein Album, oder ein einzelner Song, nicht zwingend beim ersten mal als das entpuppt als was er sein sollte. Und so ist es auch bei dieser Scheibe.

Zunächst also zu dem Album. Es ist ist gut und solide und macht Spass zu hören. Metalfanatiker würden wahrscheinlich “großartig” sagen, oder sogar soweit gehen und sich fragen wieso diese Band noch keinen Plattenvertrag hat. Vielleicht liegt es daran das sie keinen wollen. Oder zumindest nicht alle in der Truppe. Eventuell auch weil zwischen diesem und dem letzten Album schon ein paar Jährchen liegen und ausserhalb der rheinischen Hemisphäre in den letzten 2 Jahre auf den Bühnen dieser Republik kaum etwas lief.

Das alles hat aber nichts damit zu tun, das das Album an sich ziemlich geil ist. Vom ersten bis zum letzten Song hindurch. Einige haben auch einen leichten Ohrwurmcharakter, wenn man sie ein paar mal lauschte.

Aber viel, viel wichtiger ist, das es eine Menge Songs gibt, die wunderbares Livepotential haben. Und das ist die eigentliche Stärke dieser illustren Musikantengruppierung: Live-Gigs.

Wie sich eben auch auf der Release Party gezeigt hatte. Es macht Spass ihnen zuzuhören. Sie spielen solide. Die meisten Songs hören sich live besser an, als auf der Platte. Was wohl daran liegt das live wesentlich mehr Gefühl rüberkommt. Aber auch, weil die gut gestimmten Regler des Mischpults sämtliche Herzkreilaufrythmen durcheinander bringen.

Und die Fans stehen nicht nur wie Bubbleheads zustimmend Kopfnickend vor der Bühne wenn die 5 darauf stehen, sondern sie machen richtig Party. Und das ist etwas, was verdammt viel Wert ist.

Wer es verpasst hat, kann bei den Jungs und Mädels von Heavy Metal Home TV einen Beitrag zu dem Auftritt erhaschen oder einfach ein paar schicke statische Mitschnitte von Daniel Schneider begutachten.

Achja, was an dieser Stelle zu erwähnen sein sollte: das Album ist zu 100% biologisch abbaubar und (legal) kostenlos als Download über deren Website zu haben, oder auf diversen Plattformen zum lauschen (regioactive, reverbnation, facebook, myspace, last.fm)

Wer aber trotzdem ein schickes Case samt CD, Sticker und sonstwas (für wenig Geld) haben möchte … muss einfach zu einem ihrer Auftritte kommen ;).

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Aufstand der Karnevalsrocker 15. Februar 2010

Karnevalssonntag am Abend. Die Kölner Innenstadt gleicht einem Kriegsgebiet. Überall “uniformierte” Herrscharren. Jecken, Jecken, überall Jecken. So weit das Auge reicht. Zwischen Friesenplatz und Barbarossaplatz kann man sich vor betrunkenen und torgelnden Clowns oder Seemännern nicht retten.

Aber im MTC standen ein paar aufrechte Rocker bereit, dem Karnevalswahnsinn entgegenzutreten. Bolle und seine Jungs haben ab 21 Uhr knappe 3 Stunden gezeigt, das man auch ohne Alaaf und mit viel Alkohol zu Karneval Spass haben kann.

Es war das erste mal das ich diese Musikantentruppe live gesehen habe. Und es war geil. Das MTC war zwar nicht wirklich voll, ca. 30 hartgesottene Fans hatten sich eingefunden, aber das hinderte keinen daran Spass zu haben. Bolle und seine gutaussehenden Jungs haben auf der Bühne, und die Gäste haben vor der Bühne, gerockt. Eine super Stimmung insgesamt.

Manchmal haben sich auch ein paar Jecken von draußen eingefunden. Und ich glaube, 2 oder 3 wurden an dem Abend auch noch bekehrt.

Verdammt, solche Bands gibt es in Köln und Umgebung einfach viel zu selten.

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Die Welt ist ein Tokyo Hotel Fan … 14. November 2009

… und das ist nicht gut.

Oh man, was für eine “tolle” Wurst gestern im MTC (Köln). Das Lineup war ziemlich .. ehm, interessant. Ein feiner Schwenk von Metal zu Gothic.

Normalerweise sieht es ja so aus das zumindest stilähnliche Bands am gleichen Abend auftreten. Und dann so Stück für Stück erst die (im Vergleich zu den anderen) schwächste / unbekannste Kombo bis hin zum Headliner. Aber irgendwie … naja, ich sag’s mal so: gestern wurden 2 Fanbereiche beglückt. einmal die anständigen Metal und ein Haufen Emos.

Das ärgerliche war nur, letztere Bevölkerungsgruppe war recht zahlreich vorhanden, was dem für mich eigentlichen Highlight des Abends, die Krefelder Band :New Damage, doch etwas zuwieder lief. Denn deren Gig war, im Vergleich zu den leicht emotionalleren Bands im Anschluß, doch recht, sagen wir mal übersichtlich, besucht.

Eine Schande. Sie wären an dem Abend vielleicht besser in Ehrenfeld aufgetreten. Denn der Sound war definitiv geil.

Nunja, der Abend war dann jedenfalls gelaufen als Psycho Luna nach ein paar anfänglichen guten Riffs von Engeln und Bussys flüsterte .. das konnte man noch nichtmal mit Alkohol ertragen.

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Bier, Wein, Weib und Gesang 4. April 2009

Ich hatte mich gestern Abend, bei dem ausklingenden sommerlichen Tag noch mit einem Kumpel kurz über den Sinn von Warm Up Parties unterhalten. Immerhin stehen bzw. standen demnächst zwei interessante an. Der Grundtenor war: Blödsinn. Andererseits kamen wir auch überein damit das es eigentlich auch egal ist wie sich eine Veranstaltung nennt, im Zweifel auch Pillemann Warm Up. Hauptsache ist, die Musik stimmt.

Und das ist das wichtigste, immerhin spielt der werte Kollege demnächst auch auf einem dieser Warm Ups *g*. Dem Race Against Racism im Mai.

Das andere angedeutete war das Summernight Warm Up am gestrigen Freitag Abend. Ein hübsches Spektakel, bei dem die Masse der Besucher im Gegensatz zu dem letzten Gig dort aussah, als wenn man sich auf einer Bikerversammlung befinden würde.

Gestandene Kerle mit Haaren auf der Brust, Jeans auf den Schultern und Bier in der Kehle.

Und es war lustig. Und laut. Ich bin mir nicht sicher ob wir die erste Band verpassten. Aber das war letztlich auch egal. Die 3 Bands die wir mitbekamen, Wolfen, Dragonsfire und Steel Preacher, haben allesamt die Halle gerockt. Letztere, Steel Preacher, kamen dann sogar .. wenn ich mich nicht ganz täusche, auf eine Spielzeit von annähernd 2 Stunden.

Die hatten Spass da oben auf der Bühne ;).

Alles in allem eine sehr gute Vorbereitung auf das kommende Summernight Spektakel.

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Rockpalast Revival Party 22. März 2009

Rockpalast Revival Party - Klangstation Bonn Bad GodesbergDas schöne an Musik ist, das sie in vielfältiger Art und Weise den Gehörgang der Lauscher beeinflusst. Mal im positiven, mal im negativen. Mal aktiv, weil sie so mitreissend ist, mal passiv, weil man mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt ist: saufen, reden, vögeln und solchereli Sachen eben. Und sie kann natürlich auch wunderbar unterschiedlich wirken wenn man ihr in unterschiedlichen Aspekten lauscht.

Dieses Geplapper läuft letztlich auf die Gigs von Hatedrive und Inzane auf der gestrigen Rockpalast Revival Party hinaus. Diese, von den hallenden klängen mal abgesehen, war auch eine mehrfache Premiere für mich. Erstens kannte ich die Veranstaltung rund um den Rockpalast gar nicht, wodurch ich vor einigen Tagen von Martin noch eine Lektion in rheinischer Metalgeschichte eingebläut bekam. Zum anderen die Klangstation an sich. Ein Club, von dem ich bisher immer nur gehört hatte aber es mich nie hinzog. Die Mischung aus Entfernung und Mucke, die mich nicht immer anspricht konnte bisher wunderbar als Ausrede herhalten ;).

Whatever, gestern war ich halt bei dieser Party, die eigentlich auch ganz nett war. Ein wenig. Zumindest in der Zeit, in der Hatedrive auch auf der Bühne standen. Und das ist eigentlich das witzige an dem Abend. Ich hatte die Jungs vor ein paar Jahren auf dem Brainslaughter in Köln gehört und fast gekotzt. Laut, seelenlos und stillos. Das war zumindest mein Eindruck damals. Mittlerweile muss ich jedoch zugeben das mein damaliger Eindruck voreingenommen war. Immerhin hatte ich die Jungs mit den nachvollgenden Bands gesehen, die größtenteils interessanter waren, und letztlich auch verglichen. Nicht fair, ich weiss. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof.

Gestern dagegen lief das ganze etwas anders. Zuerst schrammten Inzane auf der Bühne herum. Ein Haufen Jungs mit Metal im Blut, aber keinerlei musikalischen Stil. Die perfekte Mucke, wenn man zum saufen auf ein Konzert will, aber die schlechteste Art von Musik wenn man des lauschens wegen ein Konzert besucht. Sorry, aber aller liebe zu Toleranz und bla. Aber Death-Grind-Metal oder wie der Mist heist geht echt gar nicht. Dagegen ist noch der allerschlechtes Punk / Hardcore eine Beethovenähnliche Symfonie.

Manchmal gibt es auch noch das Phänomen bei dieser Art des schredderns das, wenn man ganz ganz ganz viel Alkohol vom Blut aufnehmen lässt, das Gebrülle verblasst und man tatsächlich einen Hauch cooler melodischer Akkustik warnimmt.

War hier nicht so.

Die 10 Kerle die vor den Jungs herumgehampelt sind schienen aber trotzdem ihren Spass gehabt zu haben ;).

Aber, und jetzt kommts, Hatedrive hatten mir diesmal sogar gefallen. Relativ zumindest. Entweder war es dieser von grottenübel als wir die Klangstation betraten und Inzane hörten, hin zu ihnen. Oder die Jungs haben in den letzten Jahren noch an sich gearbeitet. Oder weil ich letztlich schon ziemlich dicht war. Keine Ahnung, aber der Abend hatte sich damit dann auch noch im positiven gelohnt.

Ach, und der Club an sich ist besser, als ich nach der Neueröffnung Anfang des Jahres von diesem gehört hatte. Wir sehen uns in 2 Wochen zum Summernight Warm Up ;).

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