Dexter
Die Drehbuchschreiber von TV-Serien kratzen immer mehr am Bodensatz des guten Geschmacks. Wer kennt Dexter? Nein, ich rede nicht von der knuffigen Trickserie “Dexter’s Lab”, sondern von dem “Serien-Hit” “Dexter”.
Im Rampenlicht von “Dexter” steht ein Massenmörder. Und ganz in der Tradition von Saw oder Hostel metzelt dieser Gefühlskalt zwischen 2 und x Personen pro Folge auf brutalste Art und Weise ab. Und dabei ist es mir persönlich ziemlich Schnuppe wenn irgendwer diese Tatsache damit kaschiert, das es “ja nicht nur um das töten geht, sondern mehr um die Mitmenschen dieser Person. Und was in diesen leuten vorgeht” .. bla bla.
Ein Massenmörder wird zu einer TV-Ikone stilisiert.
Das ist kein John Rambo, der noch so tut als würde dieser für ein Ideal auf die Barrikaden gehen. Oder ein Schwarzenegger, dessen Gewaltorgien nicht das detaillierte filettieren von Menschen in Großaufnahme bedeutet. Es ist einfach unmenschlich und unmoralisch. Aber scheinbar ein Spiegelbild der derzeit vorherrschenden (TV?)Kulturempfindens.
Mal ehrlich, sind wir so abgehärtet? Müssen tatsächlich solche massiv Gewaltverherrlichenden Film-Ideen auch in das alltägliche Vorabendprogramm genommen werden?