2008-11-23

ich und die fabrik

Gestern war einfach kein guter Tag. Mein Arsch war (ist) immernoch verkrampft vom überreizten Ausdauer- und Bein-Kraft-Training vom Donnerstag und Freitag, ein Pickel kratzte am Arsch und der Abend war einfach Mist.

Was geschehen ist? Das klassische was mich an einem Samstagabend auf Garantie abfuckt: Live-Musik ;).

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Ich hatte mich gestern Abend dazu entschlossen, mal bei dem Dark Embrace in der Fabrik in Köln vorbei zu schauen. Das war übrigens auch mein erster Besuch in der Location, von der ich bisher nicht allzuviel gehalten habe. Und ich muss positiv gestehen, meine Vorstellungen waren nicht abwegig.

Zunächst einmal liegt die Fabrik am Arsch der Kölner Welt. Im Gegensatz zu einem Gebäude 9, der Live Music Hall, dem Underground oder auch dem Valhalla ist es nicht dafür gedacht, mal eben spontan vorbei zu schauen. Stattdessen stellt die Anfahrt allein schon eine gefühlte Weltreise da.

Einmal angekommen zeigte sich auch schon der kapitalistische Geist des Unternehmens, als mir nach dem Eintritt die Getränkestempelkarte ausgehändigt wurde. Eigentlich ist es eine nette Idee, diese Karte. Anstatt das man an der Bar mit Kleingeld hantiert, wird einfach auf der Karte abgestempelt was man erworben hat und man zahlt dann beim verlassen des Clubs, was auf der Karte steht.

Der Harken ist nur, wenn man die Karte verliert, soll man knappe 35,- latzen. Egal ob man mit seiner Alkoholfahne nachweisen kann das man nicht viel getrunken hat oder nicht. Das wesetnlich größere Ärgernis ist aber, ob von den Unternehmern gewollt oder nicht, das die Hemmschwälle bei den Gästen fallen wird, was den Erwerb von Getränken angeht. Sehen wir es mal so, wenn man keine Kohle mehr hat um sich nen Bier zu kaufen, dann lässt man es. Wenn du aber nur durch einen Stempel auf einer Karte eine neue Pulle erhälst, ist die Hemmschwelle seeeeeeeeeeeeeehr viel niedriger sich mal eben ein neues Kölsch zu holen. Egal ob man die abgestempelte Karte anschliessend zahlen kann oder nicht.

Das empfand ich schon bei den 6,- für 2 Becks für Hinterfotzig, und ich hab es geradeeinmal eine Stunde in dem Laden ausgehalten. Wer weiss wieviel der Rest runterkippt ;).

Naja, bei der Location für die Live-Musik bin ich im nachhinein etwas hin- und hergerissen. Einerseits ist sie gut aufgebaut: hinten die Theke, in der Mitte die Mischpuls und vorn natürlich die Bühne. Es war genug Platz, damit es auch erst ab ~100 Leuten stickig wurde. Grundsätzlich nett. Aber trotzdem hatte ich die ganze Zeit das gefühl in einem Klassenzimmer zu hocken. Dieser Lange, schmale, tiefe Raum ohne Fenster. Hmmmm.

Dieser Raum hat übrigens noch ein Problem: der Sound ist scheisse. Aber mal so richtig. Ich behaupte mal, das der Bereich überhaupt nicht für die härteren Rock und Metal-Sachen geeignet ist, da der Klang sich einfach furchtbar anhört.

Nichtsdestotrotz, die einzigste Band die ich vernommen habe, Skum, waren recht nett. In einer klangvolleren Umgebung hört sich deren Sound sicher noch besser und weniger verzerrt an ;).

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