2008-12-25

Es kommt nicht auf die Länge, sondern die Breite an

menshealth.de

Fällt jemanden was bei diesem Screenshot von menshealth.de auf? Na?

Nun, gestern habe ich noch darüber schwadroniert, was für ein tolles Workout-Lexika dieses Magazon auf seiner Website bereitstellt. Aber mittlerweile glaube ich, das ist auch das einzigst tolle daran. Denn die weiteren Artikel, die sicherlich nicht uninteressant sind, und sicherlich auch gut geschrieben wurden, findet man im Wanst dieses Werbe- und Linkmonsters nicht. Und selbst wenn mans ich durch diese Monstrum durchkämpft und einen interessanten Artikel findet, vergeht einem schier die pure Lust, diesen komplett zu lesen.

Denn der durschnittliche Inhalt pro Seite eines Artikels (alle Artikel sind ja PI-geschickt auf mehrere Seiten verteilt) hat durch eben diese Verteilung eines einzelnen Artikels den Umfang eines Rectangle-Banners. Eigentlich könnte man demnach den komplett Artikel mit einem Link ersetzen, durch dessen Betätigung ein Popup-Fenster erscheint in dem wiederum der kleine Teil des Artikels enthalten ist.

Und der dadurch freigewordene Platz weicht dann weiterer Werbung.

Nicht falsch verstehen. Ich hab nichts gegen Werbung in Websites. Ich hab auch nichts gegen eine Masse von Querverlinkungen auf einer einzelnen Seite. Aber ich hab was gegen eine mieserable Benutzerführung, und auch gegen eine Verschwendung von Platz.

Schauen wir uns doch mal den Screenshot an. Das erste was einem auffallen müsste ist die schonungslose Verschwendung von Platz. Fast die hälfte des kompletten Bildschirms ist leer.

Das ist gut, wenn man ein Wallpaper als Werbung schalten will. Aber selbst für diese ist das zu viel Platz. Die Inhalte der Seite könnten locker um die hälfte erweitert werden. (Aber ich fürchte ja fast, das ein eierloser Screendesigner dann anfangen würde zu weinen)

Dann fällt die omnipräsente Querverlinkung auf der Seite auf. Zusammen mit dem zusammengeschrumpften Layout sind diese hervorstechend, hervorstechender als der eigentliche Artikel. Was nicht uuuuuunbedingt schlecht ist. Nein, aber sie verwirren. Sie verwirren massiv. Man kann nur mit Mühe deuten, welche Teaser- und Linkboxen nun zu dem Artikel gehören, weitere Informationen liefern, Meta-Infos der Seite ans ich oder einfach nur Werbung sind. Bei sowas werd ich gaga.

Für den Leser interessante Bereiche wie die Artikel Navigation rutschen unter das Werbebanner. Die Themenrelevante Toolbox selbst, die nur wenig Platz einnimmt, rutscht soweit runter das sie dem normalen Leser eigentlich nie auffallen dürfte. Und das ist schade, beinhaltet sie doch definitiv Punkte die interessant genug sind um klickbar (und damit potentielle PI-Auslöser) sind. Der fette Rectangle-Banner rechts in dem Bereich für Teaser und Meta-Informationen könnte auch wunderbar in den Hauptartikel passen, wenn dieser dann noch um 100% in seinem Inhalt aufgeplustert werden würde.

Es ist schade, das viele Websites mittlerweile so sehr für Werbeeinblendungen getrimmt werden, das die Verantwortlichen dafür scheinbar blind für die langfristige Zukunft ihrer Seiten werden. Denn solche Strategien führen zwangsläufig zur Abwanderung von Stammleser, definitiv nicht zur stabilen Aufnahme neuer Stammleser und dadurch langfristig zu einem Rückgang der PI-Zahlen. Dem kann man natürlich entgegentreten, indem man Content mehr darauf trimmt, auf mehreren Seiten verteilt zu werden, so durch weniger Besucher mehr Seitenaufrufe erzielt werden. Aber jedem sollte dabei klar sein, das das ein teufelskreis ist, und hier versucht wird, ein Rheinischen Dammbruch mit Sandsäcken auf zu halten.

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