Unternehmensentwicklung bei Auslandsaufenthalten
Patrick von 101places hat vor einigen Tagen einen sehr schönen Artikel darüber geschrieben, wieso er meint das man sein Geschäftsverbindungen rechtlich/steuerlich in Deutschland (natürlich als deutscher Staatsbürger :-) behalten sollte, anstatt diese in’s steuerlich günstigere Ausland zu verlagern.
Seinen Punkten und Ansichten kann ich nur zustimmen, allen voran der moralischen Komponente. Man kann über unser System nörgeln, schimpfen, hasserfüllte Abhandlungen schreiben. Aber unterm Strich ist es gut und hat uns allen auch viel ermöglicht. Zugegeben, viele Sachen, allen voran das Gesundheits- und Sozialsystem, sind nichtmehr das was es mal vor einigen Jahren waren. Das man damit nicht einverstanden ist, und sich das wieder ändern/anpassen sollte jedem klar sein.
Leider ist das aber der Lauf der Dinge.
Jedoch guckt man sich mal im europäischen (oder gar im weltweiten) Rahmen um, ginge es weitaus schlechter.
Gerade in Ländern, wo viele gern hin auswandern würden sehen die grundsätzlichen Bedingungen ganz anders aus, wenn man erst wieder bei 0 anfangen müsste.
Und es sind ja nicht nur diese beiden Punkte wohin unsere Abgaben fließen, und von dem die Allgemeinheit jetzt und im Zweifel wir als Individuen später Vorteile beziehen.
Den Blick nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf das worauf diese aufbaut und wohin diese führen kann, sollte man bei solchen Entscheidungen wie eben “wohin soll mein Geld heute fließen” nicht aus dem Blick verlieren. Wenn wir alle das Solidaritätsprinzip verlernen und (wieder) nur an uns selbst denken, ist das langfristig kein solides Fundament für die Zukunft.