2009-01-24

Microsoft? Apple? Ist doch letztlich das gleiche in anderer Verpackung

Du merkst erst, das Teufel und Belzebug die gleichen Personen sind, wenn du mit ihnen getanzt hast.

Mit diesem Zitat ging ich in der vergangenen Woche einigen meiner Kollegen ziemlich auf den Sack (soweit vorhanden). Hintergrund ist, das ich vor etwa einer Woche aufgrund eines vorhergegangenen Maleur´s, nun auf ein Macbook umgestiegen bin.

D.h. anders ausgedrückt: als langjähriger, eingefleischter Nutzer eines Windows-Systems, der ab und an mal unter Linux unterwegs ist, nutz ich nun einen Mac.

Ich möchte es einfach mal probieren. Ich hab ja bereits sooo viel darüber gehört, wie klasse so ein Wesen (ja, genau so wird dieses Gerät manchmal von einigen komischen Gestalten bezeichnet) nun in der harten Praxis so ist.

Und die erste Bewährungsprobe gab es ann auch in der korrekten Wahl der verwendeten Groupware.

Die Anforderungen waren simpel: es sollte generell einfach sein. Einfach Email’s verwalten, einfach einen Kalender verwalten, einfach einmalig Kontakte verwalten. Da ich noch ein Iphone habe, sollte die synchronisation auch einfach von statten gehen. Dazu kommt, das ich es satt hatte, das meine Kontakte immer entweder lokal irgendwo herumlagen, oder in einem mobilen gerät primär waren.

Nachdem mir meine Kontakte in den vergangenen Wochen mehrmals gelöscht wurden (falsch verstandenes Synchronisieren), hab ich den entschluss gefasst, auch diese Daten irgendwo zentral verwalten zu müssen. Das bedeutet im umkehrschluss, das von dieser Zentrale aus diese Daten auch einfach und so unkompliziert wie möglich mit unbestimmten Endgeräten abgeglichen werrden müssten.

Die Anforderungen sind doch nicht zu hoch, oder? ;)

Bevor ich zuviel palabber, der Gewinner war udn ist und bleibt’s wohl auch zukünftig: Microsoft Exchange.

Und mit dieser Lösung bin ich alles andere als zufrieden, denn es bedeutet noch immer, das ich mit meinen Daten nciht so flexibel und “selbstständig” bin, wie ich es wünschte.

Im Idealfall nämlich wäre Google die Lösung meiner Anforderungen gewesen. Die Kombination aus Gmail, Google Kalender und dem integrierten Addressbuch ist einfach perfekt. Und es funktioniert einwandfrei. Dazu kam noch, das ich einen großteil meiner sonstigen Email-Konten über Gmail hätte abrufen können. Einfach großartig.

Aber das ärgerliche war, das es keine anständige Integration für den Kalender für Max OS X, Windows und das Iphone gab. Krücken, ja. Krücken, die iCal mit dem Google Kalender abgeglichen hätten, und dann iCal mit dem Iphone. Aber das ist viel zu umständlich. Liest sich doof udn sicherlich auch wenig versnobt. Aber schauen wir uns doch einfach mal die gleiche Anforderung an, und nutzen ein Exchange-Konto: Ein Eintrag, egal ob lokal aufd em Desktop-Client, oder auf dem Iphone, oder dem OWA, wird direkt zentral bereitgestellt und von den restlichen Anbindungen aufgenommen.

Anders ausgedrückt: Einmal bereitgestellt, überall verfügbar. Ohne wenn und aber.

Und diese fehlende Integration brachte michd ann auch von Google Apps weg.

Was blieb? Zimbra und Mobileme.

Zimbra ist etwas zuviel für mich als Privatperson. Leider. Obwohl ich schon viel gutes darüber gehört habe, und eben auch die Integration mit Mobilgeräten herrlich sein muss.

Bleib Mobilme, das tolle Wunderprodukt von Apple itself. Etwa 5 Minuten nach meiner Anmeldung an dem Servie ging mir nur noch ein Wort durch den Kopf: Bullshit.

Sicher, ich kann einmalig in einem iCal meine Termine eintragen. Aber die bleiben auch nur in den Hausprodukten von Apple stecken. Egal wohin die synchronisiert werden, abergrufen wird es nur mit iCal und Co. Multiple Postfächer die verwaltet werden können? Pustekuchen. Es gibt einige Workarounds, aber die lösen auch nicht das Problem fehlender, dann benötigter, multipler Identitäten.

Die Tatsache, das der Service dann auch nicht mit meinem beruflichen Exchange-Konto arbeiten konnte (oder wollte) war letztlich der definitive Todesstoss.

Also bin ich derzeit auf einem Mac, genauso wie zuvor, mit einem Windows-Office unterwegs. Und das traurige ist ja, das das besser funktioniert als die Apple Hausprodukte. Die Apple-Systeme sind zwar wunderbar handlich udn intuitiv und all der Kram. Aber funktionell noch in der Brronzezeit. So kommt es mir zumindest vor. Ich hätte weinen können.

So, das Jahr ist noch frisch. Ich bin gespannt was noch ansteht. Als nächstes kommt eines der wichtigeren Themen dran: Softwareentwicklung, Systemumgebungen, virtuelle Systeme. Ich freu mich schon ;).

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