2009-03-15

Brainslaughter Resurrection No 13

Woah, ist es schon wieder 3 Jahre her? DREI? Scheisse, wie die Zeit vergeht. Nun, nach einer fast 3-jährigen Abstinenz gab es im Ehrenfelder Bütze wieder … Na? .. Genau! Ein Brainslaughter Festival.

Ein kleines, aber ein feines. Und genau so wie das letzte (und erste was ich miterlebte) gab es bei wunderschönen Regenwetter und gefühlten 100 Besuchern eine angenehme bunte Mischung aus den verschiedensten härteren Metal Bereichen, bei denen einem nicht die Ohren bluten.

Auf den frühen Teasern (es gab wohl 3, mit wechselnden Bands ;-) ) als “Very Special Guests” angeteasert, kamen als erstes auch einige hochmotivierte Jungens von Ravage auf die Bühne und heizten den bisher eingetrudelten Dutzend schonmal ein. Quasi eine Art Warmsaufen für den späteren Abend.

Aber es war gut. Und ich bin froh dabei gewesen zu sein, gehört Ravage doch nochmalerweise für mich zu den Bands, die ich nie sehe, weil ich vorher zu der letzten noch fahrenden Bahn sprinten muss, diese Band aber meistens als letztes rockt. So wie beim jährlichen Battles in the Norf.

Die große Überraschung für mich war dann Rebattered. Eine Trash-Death-Irgendwas-Band aus Wuppertal mit einem verflucht geilen Sound an Instrumenten und Stimme. Aber auch einer sehr sehr geilen Bühnenpräsenz. Wenn sie jetzt nicht nur so eine grauenhafte MySpace-Seite hätten, würd ich die sogar so richtig toll finden ;).

Als Ersatzband für Motorjesus gaben sich Supersoma die Ehre. In den ersten Minuten wenig überzeugend, haben sie dann doch eine gute halbe Stunde, inklusive Zugabe, die Halle gerockt. Eine weitere überraschend starke Band die man sich unbedingt merken sollte.

Ein gelungener Abend wäre kein gelungener Abend wenn es nicht auch ein paar Unpässlichkeiten gäbe. Man kann ja nicht immer nur voll des Lobes sein. Wir sind ja auch nur Deutsche, und als eben jene braucht’s auch regelmässig die nötige Dosis. Diesen Platz belegte gestern Abend einerseits ein schon gegen 8 ziemlich dichter Kerl besseren Alters, der gut rockte, aber wohl niemanden zu kuscheln hatte. Das lies er dann in den Pausen auch zumeist den Bands in form von recht direkten “Liebesbekundungen” (dt. Beleidigungen) wissen. Andererseits gaben sich auch A-Rise die Ehre auf der Bühne. Eine nette Band die, wenn der Liedsänger mal Pause machte, sogar richtig gut war. Aber leider halt nur bis der Gesang einsetzte. irgendwie war das einfach nichts. da hat wenig gerockt. Das Blut hat nicht gekocht. Das war einfach nicht stimmig.

Egal. Der Abend war cool, das Bier kalt und Guerrilla, das i-Tüpfelchen des Abends, die Kirsche auf dem Sahnestück, der Porsche des musikalischen Sexualstahls, haben das ganze dann noch stilecht abgerundet.

Prost.

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