Somme. Sonne. Rockaue.
Morgendliches aufstehen. Der Blick aus dem Fenster sagt: “Shit, wo ist die versprochene Sonne? Oder Wärme?”
Aber, beides kam schneller als man Kaffee brühen kann, yay.
Irgendwann am frühen Nachmittag dann ab in den klimatisierten MRB und auf Richtung Süden. Am BHF Bonn dann ab in die Sauna mit Schweissaufguss, liebevoll auch städtische U-Bahn/S-Bahn genannt. Ein Traum.
Angekommen in der Rheinaue, raus aus dem Viehtransport und volle Kanone auf’s Festival.
Naja fast.
Die ordentliche Hydra an Einlassschlange hat uns erstmal erstaunt. Was war hier los? Eine Schlange? Keiner von uns konnte sich daran erinnern das es sowas bei der Rheinkultur gab. Wie auch, die war ja auch kostenlos und Kontrollen waren nicht nötig.
Na gut, Hintereingang also suchen. Einmal um die wunderschöne Rheinaue herum endeten wir also am anderen Ende, mit eben so langen Schlangen, Aber anstatt 4 Köpfen hatte diese Hydra nur 2. Ole ole.
Das Wartepils verschwand dann auch kurzfristig in der Leber, da auf die Wartezeit einfach kein Verlass war. Die Ordner waren trotz der langen Schlange einfach zu fix.
Kaum drin platzte unser kleines Grüppchen auch fast so schnell wie es die Blase wollte. Ich zur Rock’n’Heavy-Stage, der Rest zur Hauptecke.
Zugegeben, dafür das Bonn viel zu bieten hat, hat es gleichzeitig nicht viel zu bieten. Seit dem beschämenden Ende der Rheinkultur 2011(?) gab es für die ansässige, musikliebende Dorfgemeinschaft nichtmehr viel nennenswertes für die Sommermonate.
Rhein in Flammen fällt mir da spontan noch ein, ansonsten ist es schon recht ruhig in der Ex-Provinzhauptstadt.
Daher ist es schön, das sich einige engagierte Leute gefunden haben um einen Nachfolger für die Rheinkultur, die Rockaue, aus dem Boden zu stampfen.
4 Stages die einen bunten Musikhaufen bieten, Fressereien, leicht kostspielige Getränke und duftes Wetter. Das das ganze Eintritt kostete war jetzt nicht der große Blocker, jedoch kann ich mir sehr sehr gut vorstellen das dies ein Grund für die nicht ganz so vollen Wiesen waren.
Denn sehen wir es realistisch, der Clou an der Rheinkultur war das es kostenlos war und sich trotzdem trug (solang alle Parteien mitspielten).
Insgesamt war der Eindruck aber top. Der laufende Bitburger-Spritkanister war auch eine Top-Sache, so brauchte man sich kaum noch bewegen und nur nachkippen =).
Das im Direktvergleich nur weniger dutzend Kilometer eine kostenlose Großveranstaltung stattfand, die Kölner Lichter, fand ich zunächst recht gewagt. Ich mein, für ein frisches Festival einfach mal das gleiche Wochenende aussuchen? Gewagt, gewagt.
Andererseits gibt es auch ein klares Abgrenzungskriterium zwischen beiden: bei den Kölner Lichtern sitzt man nur rum, trinkt und wird mit einem Feuerwerk entschädigt wo man bei der Rockaue rumsitzt, trinkt und musikalisch sauber unterhalten wurde :D.
Und den “Job des Tages” hatten übrigens die Bändchen-Knipser am Eingang die einfach nie schnell genug die Zange zudrücken konnten wie es Arme regnete und wohl von ziemlich jeden mit der Peitsche angetrieben wurden =).