2015-07-26

Werkzeuge für dies und das

In einem früheren Projekt gab es die Devise “Kenn deine Tools, damit du effizient arbeiten kannst”. Zugegeben, die erreichte Effizienz konnte man so unterschiedlich bewerten wie es Köpfe in einem Team gibt. Der Ansatz aber ist korrekt.

In einem (IT)-Startup gibt es mehrere Bereiche wo gute Tools nötig sind. Klar. Technik. Vertrieb. Marketing. Was sie alle aber eint ist die Organisation. Team-intern und -übergeifend. Die muss sitzen.

Man kann an dieser Stelle hart abnerden und sich in die Untiefen der PM-Systeme verlieren. Oder die Entwicklung in diesem Bereich komplett ignorieren und Zettelwirtschaft betreiben sowie sich nur mündlich absprechen.

Wir bei K’lekt gehen da einen Zwischenweg. Wir versuchen, genau wie auf dem technischen Weg, im Projektmanagement so wenig Hürden wie möglich zu haben und uns gleichzeitig aber auch nicht zu verlieren. Den Einstieg für neue Teammitglieder so einfach wie möglich zu halten, aber gleichzeitig den Anschluss an die Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren.

Neben regelmässigen und sehr lebendigen Diskussionen nutzen wir diese wunderbaren Tools in der täglichen Arbeit:

Trello

Trello ist neben unserem Git-Repository, und natürlich der Platform an sich, der Dreh- und Angelpunkt der Orga. Ich hatte in der Vergangenheit kurz damit zu tun gehabt, war nicht überzeugt und bin mit diesen Gedanken auch hier ran gegangen als ich davon erfuhr das wir das Tool zum planen unserer Sprints einsetzen.

Keine Woche hat es gedauert und ich war überzeugt davon das es ein guter Schritt der PM war.

Wir haben eine sehr gute Übersicht über die einzelnen Arbeitspakete eines jeden, egal ob es die Entwicklung oder Konzeption ist.

Da die Pakete auch von Anfang an schon ausgearbeitet sind, bleiben selten Fragen im Raum stehen.

Bitbucket

Wie bereits erwähnt nutzen wir Git für unseren Code. Aber im Gegensatz zu verbreitenden Trend sind wir bei Bitbucket, und nicht bei Github.

Wieso? Es hat zunächst recht einfache Gründe: Bitbucket ist kostenlos bis zu einer bestimmten Teamgröße. Mit genug Einladungen schafft man da seine 10 Mitglieder. Und für ein Startup ist dieser Kostenpunkt nicht unrelevant.

Natürlich hat man nicht die großartige Funktionsvielfalt eines Github.com. Aber, brauchen wir auch nicht. Das könnte man als kurzsichtig bezeichnen, aber hey wir reden hier von Git. Wenn es uns da nichtmehr gefällt, lässt sich das Repo auch schnell woanders hin ziehen :-).

Slack

Slack ist hip. Slack schlägt durch wie ein Kugelblitz in einem Sturmtief. Das ist zumindest die weitverbreitete These.

Für einige Teams mag das stimmen, für uns bisher jedoch nicht. Ja, wir nutzen es und wir nutzen es immer intensiver. Aber im Schritttempo und etwas Stiefmütterlich.

Das liegt vor allem daran das wir generell ein sehr kommunikatives Team sind, und unser Unterhaltungs-Hotspot heißt nicht “Slack”, sondern “Dartscheibe” :-).

Klassische verbale Unterhaltung kostet zwar wertvolle Zeit, aber ist ungleich angenehmer und nützlicher.

Außer natürlich man hat schwierig zu überwindende räumliche Grenzen, dann ist das verbale nicht ganz so einfach. Aber hey, spätestens dann haben wir wieder Slack.

Whiteboard

Wie hier schon mehrmals aufgetischt sind wir ein sehr kommunikationsstarkes Team. Aber reden allein hilft nicht immer aus. Manchmal, oder eher öfters, hat man den Drang sich auch mit einem Malstift auszudrücken. Weil es nunmal einfacher ist etwas anhand von Bildern zu erklären, anstatt es abstrakt zu halten indem man versucht es rein verbal zu erklären.

Wir hätten am liebsten mehr als nur ein großes Whiteboard bei uns hängen. Aber physikalische Hürden wie tragschwache, schräge oder einfach nur bereits volle Wände, verhindern das leider.

Aber hey, eins ist besser als keins :-).

Dart-Scheibe

Fast ein muss in einem Büro, dient dieses wundervolle Schmuckstück halt nicht nur dazu seine Hand-Augen-Koordination zu verbessern oder die ein oder andere Diskussion über die Zielfähigkeit anzustossen. Sondern auch um sich entspannt über Probleme zu unterhalten. Es ersetzt ein wenig die Kaffeeküche, die wir eben nicht haben.

A Soft Murmur

Die Kollegen von Userlike haben vor kurzem einen ganz ähnlichen Beitrag verfasst, und haben mich auf ein sehr, sehr nettes Tool aufmerksam gemacht das nun auch bei uns Einzug findet: A Soft Murmur.

In einem redseligen Team ist ein Hort der Stille, bzw. eine Ort zur Konzentration nicht immer einfach zu finden. Manch einer kann Unruhe ausblenden, oder gar zu seinem Vorteil nutzen. Andere knüppeln sich entspannte Musik auf die Ohren.

Oder man verläuft sich in das Land berauschender Töne und hört den digitalen Wellen, Stürmen und/oder Vogelgezwitscher bei A Soft Murmur zu :-).

Wait, what?

Es könnte aufgefallen sein das hier kein Ticketsystem aufgezählt wurde, und das ist kein versehen. Wir nutzen derzeit so etwas nicht.

Weder zum tracken von Fehler, Features, Todos oder für das Backlog. Wir brauchen es in der aktuellen Größe schlichtweg nicht.

Wir sind uns vollkommen im klaren das wir über kurz oder lang da nicht dran vorbei kommen werden. Aber die (Team-/Aufgaben-) Größe, ab der sich der Aufwand wiederum lohnt soetwas einzuführen (und gleichbedeutend zu führen/verwalten) ist noch nicht erreicht :-).

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